Mono A Kaffeelöffel

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Designer: Peter Raacke
Erscheinungsjahr: 1959
Material: Brillant poliert, Edelstahl 18/10
Länge: 15,0 cm
Artikelnummer: 6007
EAN: 4029999001399

Mono A brillant poliert

Mono A begründet die Geschichte von Mono. Der Designer Peter Raacke gestaltete diesen reduzierten Entwurf im Auftrag von Herbert Seibel (3. Generation des Familienunternehmens) Ende der 1950er Jahre. Das Ziel war die Entwicklung eines einfach und nachhaltig zu produzierenden Bestecks mit zeitloser Gestalt. Nach der Markteinführung 1959 mussten Designer Raacke und Hersteller Seibel feststellen, dass der Entwurf zu progressiv war, die radikale Einfachheit entsprach nicht dem Geschmack von Händlern und Kunden. 1973, erst vierzehn Jahre später, gewann Mono A mit dem Bundespreis Gute Form die erste wichtige Designauszeichnung. Heute gilt es als absoluter Designklassiker, ist zigfach ausgezeichnet und hat sich in zeitloser Ästhetik und Relevanz wieder und wieder bewährt.

Mono A wird aus rostfreiem Edelstahl 18/10 hergestellt. Die Messerklinge besteht aus einem gehärteten Klingenstahl, der lange Schnitthaltigkeit sicherstellt. Alle Teile sind für die Reinigung in der Spülmaschine geeignet. Weitere Hinweise zur Pflege von Mono Bestecken finden sie hier.

Das Mono A Messer ist in zwei Varianten verfügbar. Die kurze Klinge ist der ursprüngliche Messerentwurf von Peter Raacke. Die lange Klinge wurde als Alternative später ergänzt. Beide Varianten sind gleichermaßen funktional. Die Wahl orientiert sich an persönlicher Präferenz. Ergänzend sind diverse Vorlegeteile von Mono A verfügbar, von Salatbesteck über Tortenheber bis hin zur Fleischgabel. Alle Teile sind brillant poliert, alternativ ist Mono A auch mit einem seidenmatten, gebürsteten Finish verfügbar.

Sollten Sie sich unsicher sein, ob Mono A das Besteck Ihrer Wahl ist, können Sie es Zuhause im täglichen Gebrauch testen, um in Ruhe Ihre Entscheidung zu treffen. Mehr Informationen zur Mono Besteckprobe finden sie hier.

Ein Stück Blech, das ein Besteck sein wollte

Wilhelm Seibel V. ist sich sicher: Hätte Ende der fünfziger Jahre Onkel Herbert Seibel nicht gegen seinen Vater Heinrich Seibel rebelliert, gäbe es heute die Firma Mono nicht mehr. Seibel III. stellte in dritter Generation solide Kaufhausbestecke im unteren und mittleren Preissegment her, und das sollte auch so bleiben. Rund 200 deutsche Besteckhersteller teilten sich damals einen Boom-Markt. Im Krieg verloren Millionen Familien ihren Hausrat.

Das Wirtschaftswunder ermöglichte den Neukauf. Gaststätten und Kantinen füllten die Bücher mit Großaufträgen. Onkel Herbert, jung und dynamisch, wollte aber nicht als ordinärer Löffelfabrikant enden. Heimlich fuhr er vom nordhessischen Ziegenhain zur Hochschule für Gestaltung in Kassel und traf sich mit Peter Raacke, einem jungen Dozenten für Industriedesign. Hinter dem Rücken des Alten entwickelten die beiden einen Designklassiker: das Besteck „Mono A“.

Die meisten Nachkriegsdeutschen liebten Schnörkel. Gelsenkirchener Barock eroberte auch die Küchenschubladen. Mono A dagegen kam sachlich daher, kantig, in industriellem Edelstahl. Die Stammhändler der Seibels waren irritiert. „Ein Stück Blech, das ein Besteck sein will“, lästerte die Konkurrenz.
Heute gibt es in Deutschland weniger als zehn Besteckhersteller. Ende der fünfziger Jahre war der Nachkriegsbedarf gedeckt, und seit den Sechzigern drängten fernöstliche Billiganbieter auf den europäischen Markt. Das Stück Blech, das ein Besteck sein wollte, gewann 1973 mit dem Bundespreis Gute Form seine erste wichtige Designauszeichnung.

(Thomas Ramge. Aus dem Bauch heraus. In: brand eins, 08/04, S. 80)

Ausgezeichnet

Auswahl von Designpreisen und Sammlungen für Mono A seit 1959:
Bundespreis „gute Form“, Hannover 1973
IF Ecology Design Award, Hannover 1997 
Iconic Interior Award, Frankfurt 2016
German Design Award, Frankfurt 2019
Deutsches Klingenmuseum, Solingen 
Design Center, Stuttgart 
Haus Industrieform, Essen
National Gallery of Canada, Ottawa 
Philadelphia Museum of Art, Philadelphia
Staatliche Kunstsammlungen, Kassel 
Stedelijk-Museum, Amsterdam

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